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STUDIEN & ARTIKEL

Digitalisierung in der deutschen Industrieversicherung

State of Play - Vol. 2

 


Die Firmen- und Industrieversicherung ist für viele Versicherungsgesellschaften in Deutschland ein wichtiges und für viele sogar das strategisch bedeutendste Wachstumsfeld mit langfristig großem Profitabilitätspotenzial. Daher legen wir in dieser Studie „State of Play“ den Schwerpunkt bewusst auf die Digitalisierung dieses Marktsegmentes.

Die Branche ist mittlerweile in der digitalen Realität angekommen: Allen ist klar, dass es ohne Digitalisierung in Zukunft nicht geht. Die Hälfte der befragten Unternehmen ist der Auffassung, dass Digitalisierung ein wesentliches Element zur Differenzierung am Markt ist – 2017 war es lediglich ein knappes Drittel (32 %).* Zugleich ist allen auch bewusster, dass eine zu breit angelegte Digitalisierung zu komplex und langwierig ist und eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie klar und präzise sein muss.

Diese Studie destilliert fünf Kernerkenntnisse aus unserer Analyse, die Gemeinsamkeiten, aber vor allem Unterschiede zwischen den von uns identifizierten Gruppen „multinationale Spezialisten“ und „regionale Generalisten“ herausarbeitet:

  1. Beide Gruppen forcieren die Digitalisierung, aber an unterschiedlichen Stellen ihrer Wertschöpfungskette.
  2. Multinationale Spezialisten fokussieren sich auf digitale Kompetenzen im Bereich der Analytik (Systems of Intelligence), wohingegen regionale Generalisten sehr viel stärker eine Digitalisierung der Prozesse und der Infrastruktur vorantreiben (Systems of Record).
  3. Regionale Generalisten und multinationale Spezialisten sehen große Potenziale im Einsatz der Basistechnologien in den einzelnen Sparten, aber in verschiedenen. Die multinationalen Spezialisten erkennen die größten Potenziale in Haftpflicht und Financial Lines, die regionalen Generalisten insbesondere in der Sachversicherung.
  4. Alle Unternehmen am Markt haben digitale Schnittstellen zu Kunden und Maklern weiter ausgebaut. Aber regionale Generalisten sind hierbei bereits weiter in der Entwicklung und auf die Schnittstellen in „Service“ und „Schaden“ konzentriert.
  5. Multinationale Spezialisten treiben die Digitalisierung institutionell insbesondere durch Zusammenarbeit mit Kunden und Maklern voran. Sie haben schon umfangreicher in digitalisierungsfördernde Organisationsstrukturen investiert als regionale Generalisten, die primär auf Kooperationen mit Start-ups setzen.

Über alle Erkenntnisse und Auswertungsparameter hinweg erkennen wir in unserer Studie bestimmte Muster und Schwerpunkte, wie sich die Versicherungsunternehmen grundsätzlich hinsichtlich ihrer Digitalisierung im Markt aufstellen. Wir haben diese Muster in fünf Archetypen von Digitalstrategien kondensiert: Die größte Fraktion dieser Typen sind mit gut 40 % der Unternehmen im Markt die „Optimierer“, die Digitalisierung primär zur Steigerung der Effizienz und Effektivität einsetzen. Dabei legt die überwältigende Mehrheit den Schwerpunkt ganz klar auf Effizienzsteigerungen; nur wenige dieser Optimierer konzentrieren sich auf die Steigerung ihrer Effektivität. Alle weiteren Industrieversicherer verteilen sich auf die vier anderen Archetypen, vom „Digitalen Pionier“ bis zum „Abwarter“.

Details zu ihren Digitalstrategien lesen Sie in unserem Resümee. Es bleibt die Frage, welche dieser Strategien am erfolgreichsten abschneidet – wir haben dazu einige Anhaltspunkte. Lesen Sie selbst.

*Vergleiche „State of Play: Digitalisierung in der Industrieversicherung“, November 2017