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Cyber-Risiken, die Entwicklungen in der Sachversicherung und der Brexit beschäftigen Industrieversicherung

Frankfurt   |   Montag, 19 Februar 2018

Die zunehmend unübersichtliche Risikolandschaft bringt für Versicherer und Kunden auch 2018 vielfältige Herausforderungen. Cyber-Risiken, die Entwicklungen in der Sachversicherung und die Vorbereitung auf den Brexit gehören zu den derzeit wichtigsten Themen. Dies ist das Ergebnis des Versicherungsmarktreport 2018 für Deutschland des weltweit führenden Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh.

So haben die Naturkatastrophen und Großschäden des vergangenen Jahres den Druck auf die ohnehin bereits gebeutelte industrielle Sachversicherung weiter erhöht. In der Breite hat allerdings der weiterhin intensive Wettbewerb Prämienerhöhungen für das Versicherungsjahr 2018 verhindert. Doch wie werden die Versicherer mit dem gestiegenen Druck umgehen? „Die Ergebnisse der Sachversicherer sind schlecht, und sie werden reagieren müssen. Unsere Analysen zeigen, dass dies sehr kundenspezifisch und individuell geschehen wird. Wohin die Reise geht und was dies für jeden einzelnen Kunden bedeutet, wird jedoch erst die zweite Jahreshälfte zeigen“, sagt Thomas Olaynig, Chief Market Officer von Marsh Deutschland.

In der Haftpflichtversicherung stehen weiterhin ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. Die Versicherungsnehmer profitieren vom unverändert weichen Haftpflichtversicherungsmarkt durch beitragsfreie Erhöhungen der Limits/Sublimits ihrer Deckungen oder kostengünstigen Einkauf zusätzlicher Kapazitäten. Nur eingeschränkt gilt dies auch für anspruchsvolle Risiken in den Bereichen Produkthaftpflicht und Kfz-Rückruf. Hier werden Kapazitäten in zunehmendem Maße erst nach einem intensiven Risikodialog und sogenannten Risk Assessments der Versicherer angeboten bzw. erhöht. Einige Versicherer ziehen sich hier jedoch bereits zurück.

Großangelegte Cyber-Angriffe prägten das Jahr 2017. Nach Petya und WannaCry im vergangenen Jahr haben Spectre und Meltdown Anfang 2018 gezeigt, welches Bedrohungspotenzial Cyber-Risiken für Unternehmen darstellen. Neue Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung verlangen von Unternehmen strengere Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Daten und Systemen und ahnden Verstöße deutlich schärfer. Außerdem ist zu beobachten, dass die Angriffe zunehmend destruktiv verlaufen und auch Sach- und Personenschäden verursachen können. Cyber-Risikomanagement gehört somit endgültig nach ganz oben auf die Agenda der CEOs und CFOs.

2018 wird es außerdem darum gehen, die konkreten Auswirkungen des Brexit für Kunden zu kalkulieren und zu regeln. Obwohl das Brexit-Votum bereits über eineinhalb Jahre zurückliegt, sind die Auswirkungen für die Wirtschaft nicht abzusehen. Konkrete Verhandlungsergebnisse liegen bis jetzt so gut wie keine vor. Es gilt, sich schon heute intensiv mit den Folgen eines möglichen harten Brexit zu beschäftigen. „Unternehmen werden sich mit einer Vielzahl von Neuerungen auseinandersetzen müssen. Dazu gehören unter anderem die mögliche Verlagerung von Belegschaften und anhaltende Marktvolatilität aufgrund langwieriger politischer und regulatorischer Unsicherheiten“, erklärt Thomas Olaynig. „Die von der Versicherungswirtschaft zu regelnden Themen sind dabei vielfältig. Statt ‚keep calm and carry on‘ diskutieren wir diese Aspekte bereits heute intensiv mit Markt und Kunden, um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein.“

Die Digitalisierung hat auch die Industrieversicherung erfasst, wie die 2017 von Marsh gemeinsam mit der Strategieberatung Oliver Wyman durchgeführte Studie State of Play beleuchtet. „Dieses Jahr werden wir nun gemeinsam mit Kunden und Versicherern die für Kunden relevanten Aspekte herausarbeiten und priorisieren. Denn wir meinen, Digitalisierung soll so stattfinden, dass Kundennutzen geschaffen wird“, sagt Thomas Olaynig.

Der von Marsh veröffentlichte Versicherungsmarktreport liefert detaillierte Informationen zu den Entwicklungen der Märkte für Industrieversicherungen und Spezialdeckungen in Deutschland. Der jährliche Report entsteht in enger Zusammenarbeit der Experten aus den jeweiligen Sparten und den Branchenteams von Marsh.

Über Marsh

Marsh ist der weltweit führende Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 35.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern mit innovativen Absicherungslösungen und Beratungsleistungen ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm tätig. 

Marsh ist Teil der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von fast 17 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 76.000 Mitarbeiter. Die vier Tochterunternehmen von MMC – Marsh, Guy Carpenter, Mercer und Oliver Wyman – unterstützen Kunden dabei, sich sicher in einem stetig dynamischer und komplexer werdenden Umfeld zu bewegen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice BRINK.