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PRESSE

Internationaler Konflikt dominiert Rangliste globaler Risiken 2015

Frankfurt   |   Dienstag, 20 Januar 2015

  • Geopolitische und soziale Risiken stehen beim World Economic Forum Global Risks 2015 Report im Vordergrund
  • Zwischenstaatlicher Konflikt mit regionalen Konsequenzen wird als Nummer eins der globalen Risiken hinsichtlich Wahrscheinlichkeit eingestuft, Krisen der Wasserversorgung als Spitzenreiter hinsichtlich der Auswirkungen
  • Experten räumen Umweltrisiken eine grössere Dringlichkeit als ökonomischen Risiken ein

Das Risiko eines internationalen Konflikts stellt in den nächsten zehn Jahren die größte Bedrohung für die Stabilität unserer Welt dar: Zu diesem Ergebnis kommt die 10. Ausgabe des Global Risks Berichts.

Der Bericht, in dem Experten jährlich die wichtigsten globalen Risiken im Hinblick auf Wahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen innerhalb der nächsten zehn Jahre bewerten, stuft zwischenstaatliche Konflikte mit regionalen Konsequenzen als globales Risiko Nummer eins hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und als viertes in Bezug auf seinen Auswirkungsgrad ein. Hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit rangiert es vor extremen Wetterereignissen (2), Regierungskrisen (3), Staatszerfall oder -krisen (4) und Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung (5).

Bei der Betrachtung globaler Risiken im Hinblick auf ihre potenzielle Auswirkung stuften die fast 900 an der Global Risk Perception Survey teilnehmenden Experten Wasserkrisen als das größte Risiko ein. Neben diesem und zwischenstaatlichen Konflikten dominieren folgende weitere Risiken hinsichtlich ihrer Auswirkung: schnelle und massive Ausbreitung von Infektionskrankheiten (2), Massenvernichtungswaffen (3) und ein Versagen bei der Anpassung an Klimaveränderungen (5).

Mit den 28 im Jahr 2015 analysierten globalen Risiken, die in fünf Kategorien (Wirtschaft, Umwelt, Geopolitik, Soziales und Technologie) gegliedert sind, zeichnet sich 2015 als ein Jahr der geopolitischen Risiken ab, die gleich dreimal unter den fünf wahrscheinlichsten und zweimal unter jenen mit potenziell größter Auswirkung zu finden sind. In den vergangenen fünf Jahren waren diese von der Landkarte der größten globalen Risiken verschwunden. Innerhalb dieser Kategorie, treten drei Risiken in diesem Jahr besonders hervor, die seit 2014 an Wahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung zugenommen haben. Diese sind zwischenstaatlicher Konflikt mit regionalen Konsequenzen, Massenvernichtungswaffen, und terroristische Anschläge.

Die Risikolandschaft 2015 zeigt auch, dass weiterhin dringender Lösungsbedarf für soziale Probleme besteht, da Wirtschafts-, Umwelt- und geopolitischen Risiken den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Zerreiβprobe stellen. Soziale Risiken belegen in der Tat die zwei Spitzenränge der Risiken mit potenziell stärkster Auswirkung.

Ebenso bemerkenswert ist die Präsenz von mehr umweltbezogenen als wirtschaftlichen Risiken auf den Spitzenrängen. Zwar räumen Experten wirtschaftlichen Risiken wie etwa Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung oder Staatshaushaltskrisen eine nahezu gleiche Dringlichkeit wie in 2014 ein, beurteilen jedoch die mit extremen Wetterereignissen und Klimawandel verbundenen Herausforderungen als wesentlicher dringlicher als noch im vergangenen Jahr.

„25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer steht die Welt wieder im Angesicht eines zwischenstaatlichen Konflikts, den es abzuwenden gilt", so Margareta Drzeniek-Hanouz, leitende Ökonomin, Weltwirtschaftsforum. „ Der Unterschied ist, dass die heutigen Mittel, mit denen sich ein solcher Konflikt austragen lässt, vielfältiger denn je sind: Man denke an Cyberangriffe, Wettlauf um Ressourcen oder Sanktionen und andere wirtschaftliche Instrumente, die in einer globalen Wirtschaft schnell ausufernden Schaden anrichten können. Es gilt Lösungen Vorrang einzuräumen, die mögliche Auslöser dieser globalen Risiken verhindern können. Entscheidungsträger müssen verstärkt miteinander und nicht neben- oder gegeneinander handeln.“

Zusätzlich zur Messung der Wahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung dieser 28 globalen Risiken erörtert Global Risks 2015 sowohl die Verknüpfungen zwischen Risiken als auch wie Trends diese Risiken beeinflussen und somit die kurz-oder mittelfristige Risikolandschaft prägen. Der Bericht beleuchtet darüber hinaus drei Risikokonstallationen näher: das Zusammenspiel von Geopolitik und Wirtschaft, die Risiken im Zusammenhang mit der raschen und ungeplanten Verstädterung in Entwicklungsländern sowie neue Technologien.

Bei der Verstädterung prüft der Bericht, wie man am besten ausreichende Stabilität schafft, um die Herausforderungen abzufedern, die sich im Zuge der Gestaltung des raschen und historischen Übergangs von einer vorwiegend ländlichen zu einer städtischen Lebensweise stellen.

„Zweifelsohne hat die Verstädterung das soziale Wohlbefinden erhöht. Wenn Städte jedoch zu schnell wachsen, steigt ihre Verwundbarkeit: Pandemien, Ausfälle von oder Angriffe auf Strom-, Wasser- oder Transportnetze sowie die Folgen des Klimawandels sind alles bedeutende Bedrohungen," so Axel P. Lehmann, Chief Risk Officer der Zürich Versicherung.

Die rasche Geschwindigkeit mit der sich neueTechnologien entwickeln, von synthetischer Biologie bis hin zu künstlicher Intelligenz, ist mit weitreichenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ethischen Folgen verbunden. Die Entwicklung ausreichend flexibler Regelungsrahmen, um einerseits ihre schnelle Entwicklung zu gewährleisten und die Nutzung ihrer Vorteile zu ermöglichen, gleichzeitig aber ihren Missbrauch und alle unvorhergesehenen negativen Folgen zu verhindern, ist eine der Hauptherausforderungen für die Politik.

John Drzik, President of Global Risk and Specialties bei Marsh & McLennan Companies dazu: „Fortschritt ist wesentlich für weltweiten Wohlstand, schafft aber auch neue Risiken. Wir müssen vorausschauend planen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen und Vorkehrungen treffen, um möglichen Problemen, die mit neuen Technologien verbunden sind, zuvorkommen."

Der Bericht liefert auch Analysen sowohl in Bezug auf die globalen Risiken, auf die ihre eigene Region aus Sicht der Befragten am wenigsten vorbereitet ist , als auch auf die globalen Risiken, bei denen ihrem Eindruck nach in den letzten zehn Jahren die größten Fortschritte erzielt worden sind. Er präsentiert zum ersten Mal nach Ländern aufgeschlüsselte Daten darüber, wie Unternehmen die globalen Risiken in ihren Ländern wahrnehmen. Diese sind verfügbar unter www.wef.ch/grr2015. Außerdem greift der Bericht drei Beispiele für Risikomanagement und bewährte Praktiken im Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen auf.

Der Global Risks 2015 Bericht wurde mit Unterstützung der strategischen Partner Marsh & McLennan Companies und Zürich Insurance erstellt. Wissenschaftliche Berater des Berichts: Oxford Martin School (Universität Oxford), National University of Singapore, Wharton Risk Management and Decision Processes Center (Universität Pennsylvania) und der Beratungsausschuss des Global Risks 2015 Berichts.

 

Die fünf wichtigsten globalen Risiken nach Wahrscheinlichkeit

  1. Zwischenstaatlicher Konflikt mit regionalen Konsequenzen (geopolitisches Risiko)
  2. Extreme Wetterereignisse (Umweltrisiko)
  3. Regierungskrisen (geopolitisches Risiko)
  4. Staatszerfall oder Krisen (geopolitisches Risiko)
  5. Hohe strukturelle Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung (wirtschaftliches Risiko)

 

Die fünf wichtigsten globalen Risiken nach Auswirkung

  1. Wasserkrisen (gesellschaftliches Risiko)
  2. Schnelle und massive Ausbreitung von Infektionskrankheiten (gesellschaftliches Risiko)
  3. Massenvernichtungswaffen (geopolitisches Risiko)
  4. Zwischenstaatlicher Konflikt mit regionalen Konsequenzen (geopolitisches Risiko)
  5. Versagen bei der Anpassung an Klimaveränderungen (Umweltrisiko)

 

Hinweise an die Redaktion

Mit den folgenden Partnerunternehmen kann Kontakt aufgenommen werden:

  • Jason Groves, Global Director Media Relations, Marsh & McLennan Companies, Großbritannien, +44 (0)20 7357 1455, jason.groves@marsh.com
  • Riccardo Moretto, Media Relations Director, Zurich Insurance Group, Schweiz, +41 (0)44 625 39 45, riccardo.moretto@zurich.com

Nähere Informationen zum Global Risks 2015: www.reports.weforum.org/global-risks-2015/


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