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PRESSE

Marsh-Studie zeigt mangelnde Vorbereitung der Unternehmen auf aktuelle Gefährdungslage durch Cyber-Risiken

Frankfurt   |   Donnerstag, 27 Oktober 2016

Unternehmen werden sich der Gefährdung durch Cyber-Risiken immer bewusster. Vielfach können sie die konkrete Gefährdungslage jedoch nicht richtig einschätzen und sind nach wie vor nicht ausreichend vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Continental Europe Cyber Risk Survey Report des weltweit führenden Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh. 

Laut dem jährlich von Marsh veröffentlichten Bericht sehen 69 Prozent der befragten kontinentaleuropäischen Unternehmen die größten Bedrohungen in Betriebs- bzw. Systemstörungen (33 Prozent) und in menschlichem Versagen (36 Prozent), wozu beispielsweise Datenmissbrauch resultierend aus dem Verlust von mobilen Geräten gehört. Mehr als 24 Prozent nannten Betriebsunterbrechungen, 19 Prozent den Verlust von Kundendaten als größte Risiken im Hinblick auf das Schadenausmaß. Bei einem Drittel gehören Cyber-Risiken zu den Top-5-Risiken des Unternehmens, dennoch haben nur 40 Prozent der Unternehmen Schätzungen über die möglichen finanziellen Folgen eines Cyber-Schadens angestellt. Noch immer stufen die Unternehmen die Sicherheit ihrer Daten und Prozesse als Angelegenheit der IT-Abteilung ein, nur 14 Prozent siedeln das Thema in der Chefetage an. 

Ergebnisse Deutschland

In Deutschland gaben mit 25 Prozent fast doppelt so viele Unternehmen wie im Vorjahr an, Opfer einer Attacke geworden zu sein. Die Dunkelziffer derjenigen Unternehmen, die den Angriff nicht bemerkt haben, dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen. Ein weiteres zentrales Ergebnis: 27 Prozent der teilnehmenden Firmen erklärten, organisiertes Verbrechen könnte die größten Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben. Zum Vergleich: 2015 waren es lediglich 11 Prozent. Als größtes Cyber-Risiko werden in Deutschland mit 39 Prozent nach wie vor Betriebs- und Systemstörungen betrachtet. 

Die Nachfrage nach Cyber-Versicherungen steigt auch in Deutschland weiter: Gegenüber dem Vorjahr gaben von den befragten Unternehmen doppelt so viele an, eine Cyber-Police abgeschlossen zu haben und 35 Prozent planen, in den nächsten 12 Monaten entsprechende Angebote einzuholen. Der Beratungsbedarf ist jedoch weiterhin groß: 61 Prozent können nicht einschätzen, wie hoch der finanzielle Verlust durch eine Cyber-Attacke für sie wäre. 

„Die Bedrohung durch Cyber-Angriffe ist für Unternehmen jeder Größe und Branche real und sollte wie alle betrieblichen Risiken analysiert und abgesichert werden“, sagt Dr. Georg Bräuchle, Chief Market Officer und Geschäftsführer von Marsh Deutschland. „Die Schäden sind so unterschiedlich und komplex, da greift es zu kurz, diesem Problem rein technisch zu begegnen. Entscheidend ist, im Fall der Fälle handlungsfähig zu bleiben“, so Dr. Bräuchle. „Wir empfehlen daher, nicht nur auf die Deckung von Eigen- und Haftpflichtschäden zu achten, sondern Versicherungslösungen zu wählen, die eine sofortige Unterstützung durch IT-Forensiker, Juristen und erfahrene Krisenmanager bieten.“ 

Im Rahmen der europäischen Cyber-Risikobefragung von Marsh wurden die Antworten von über 250 deutschen Unternehmen aus mehr als 15 Branchen ausgewertet.

Über Marsh

Marsh ist ein weltweit führender Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 30.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern, ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den neun Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart tätig. Marsh ist eine hundertprozentige Tochter von Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von über 14 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 65.000 Mitarbeiter. Neben Marsh gehören zu Marsh & McLennan Companies der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter, Mercer, ein Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Personalmanagement, und Oliver Wyman, eine der führenden Managementberatungen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice Brink.