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Marsh Veröffentlicht Political Risk Map 2019: Zeiten Erhöhter Unsicherheit

Frankfurt   |   Mittwoch, 06 März 2019

Wachsende geopolitische Spannungen, protektionistische Strömungen und anhaltende Handelsstreitigkeiten haben zur Folge, dass international tätige Konzerne mit Direktinvestitionen im Ausland, immer höheren Risiken und einem zunehmenden Maß an Unsicherheit ausgesetzt sind. Dies geht aus dem aktuellen Bericht „Political Risk Map 2019: Rising geopolitical tensions“ hervor, den Marsh, ein weltweit führender Industrieversicherungs­makler und Risikoberater, veröffentlicht hat.

Die von Marsh erstellte Political Risk Map für 2019 basiert auf Daten von Fitch Solutions, ein namhafter Anbieter unabhängiger Analysen mit Blick auf politische, makroökonomische, finanzielle und branchentypische Risiken. Die interaktive Karte enthält Ratings für über 200 Länder, basierend auf der jeweils vorherrschenden kurz- und langfristigen politischen, wirtschaftlichen und operativen Stabilität, und liefert darüber hinaus eine Einschätzung, in welchen Regionen Risikoszenarien mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eintreten. Die Risk Map kann international agierende Unternehmen bei ihrer Entscheidung über die  Allokation von Finanzmitteln unterstützen.

Die wesentlichen Kernaussagen der Political Risk Map 2019 lauten unter anderem:

  • Die Verschiebung hin zu einer multipolaren und auf Protektionismus ausgerichteten Weltordnung dürfte auch 2019 voranschreiten, wobei isolationistische und protektionistische Tendenzen bzw. Maßnahmen den Prozess der Globalisierung zumindest vorübergehend zum Erliegen bringen dürften.
  • Der Zollkonflikt und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China könnten sich im weiteren Jahresverlauf intensivieren Außerdem besteht das Risiko weiterer Straf- und Vergeltungsmaßnahmen auf beiden Seiten. Auf den Export ausgerichtete Volkswirtschaften, wie beispielsweise Deutschland, dürften eine solche Entwicklung merklich zu spüren bekommen.
  • Russlands Beziehungen zum Westen werden aller Voraussicht nach auch dieses Jahr von Spannungen geprägt sein, und weitere Sanktionen gegen Russland können nicht ausgeschlossen werden.
  • Auf politischer Ebene stellen die Brexit-Verhandlungen ein kontinuierliches Risiko dar, und die anhaltende politische Instabilität in Spanien hat dem Land eine massive Verschlechterung seines kurzfristigen politischen Risikoindex (STPRI) beschert.
  • Die positiven Werte aus 2018 und der Verlauf der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Guatemala, Chile und Paraguay hat in diesen Ländern eine Verbesserung des STPRI bewirkt. In Nicaragua leiden die Werte dagegen auch weiterhin spürbar unter der anhaltenden politischen Unruhe.
  • In mehreren afrikanischen Ländern konnten die politischen Risiken erneut signifikant gesenkt werden. Andere Länder der Region mussten dagegen erneut eine erhebliche Verschlechterung der Risikosituation hinnehmen. In Südafrika, Mosambik und im Südsudan tendierte der Risikoindex spürbar nach unten. Dagegen war in Sambia, Mali, Algerien, Tunesien, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik ein massiver Anstieg der messbaren Risiken zu beobachten, bedingt durch die Unsicherheit im Zusammenhang mit den lokalen Wahlen und die Verschlechterung der wirtschaftlichen und humanitären Rahmenbedingungen.

„Unternehmen, die im Ausland finanziell engagiert sind, sehen sich sowohl in den Schwellenmärkten als auch in den so genannten Industrienationen einer nie dagewesenen Bandbreite an Herausforderungen gegenüber“, erklärt Tobias Federkeil, Leiter Politische Risiken bei Marsh Deutschland. „Gerade deutsche Unternehmen, die zu einem großen Anteil international aufgestellt sind, sollten sich mit politischen Risiken auseinandersetzten. In diesen Zeiten erhöhter Unsicherheit können Wachsamkeit, eine Analyse systemischer Risikofaktoren und ggf. ein Risikotransfer durch Versicherungsschutz gegen politische Risiken und Forderungsausfälle maßgeblich zur Minimierung derartiger Bedrohungen beitragen.“

Die von Marsh erstellte Political Risk Map 2019 enthält ähnliche Schlussfolgerungen wie der vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichte Global Risks Report 2019, der wachsende geopolitische Risiken und geoökonomische Spannungsfelder im laufenden Jahr als zentrale Risiken benennt.

Über Marsh

Marsh ist der weltweit führende Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 35.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern mit innovativen Absicherungslösungen und Beratungsleistungen ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm tätig. 

Marsh ist Teil der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von fast 17 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 76.000 Mitarbeiter. Die vier Tochterunternehmen von MMC – Marsh, Guy Carpenter, Mercer und Oliver Wyman – unterstützen Kunden dabei, sich sicher in einem stetig dynamischer und komplexer werdenden Umfeld zu bewegen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice BRINK.