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PRESSE

Schnelles Handeln der weltweiten Versicherungsindustrie beschleunigt Wiederaufbau nach schweren Erdbeben

Frankfurt   |   Dienstag, 18 März 2014

Das zügige und entschlossene Handeln der weltweiten Versicherungsindustrie nach den schweren Erdbeben in Chile, Japan und Neuseeland hat entscheidend zur Erholung dieser Länder beigetragen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Versicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh.

In einer bisher einmaligen Analyse mit dem Titel Comparing Claims from Catastrophic Earthquakes untersucht Marsh die Leistung der Versicherungsbranche nach drei der vier Erdbeben mit den bislang teuersten Versicherungsschäden der Geschichte, die sich zwischen Februar 2010 und März 2011 ereignet haben.

Der Untersuchung zufolge wurden die meisten von Marsh-Kunden gemeldeten Schäden in Chile innerhalb von 12 Monaten und in Japan innerhalb von 18 Monaten reguliert. In Neuseeland sind viele Schadenforderungen noch offen. Dies ist auf praktische Probleme zurückzuführen – so wurde unter anderem das zentrale Geschäftsviertel geschlossen, es finden weiterhin Arbeiten in Verbindung mit dem Erdbeben statt, und es gibt Schwierigkeiten bei der Bewertung von Umfang und Art der Schäden. Diese Schwierigkeiten treten in der gesamten Branche auf. Dennoch waren 16 Prozent der Schäden nach 12 Monaten und in 32 Prozent der Fälle nach 18 Monaten abgeschlossen.

In Chile wurden die Schäden am schnellsten reguliert. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass der städtische Raum dort auch nicht in gleichem Maße betroffen war und weniger Gebiete gesperrt werden mussten als in Neuseeland oder Japan. Obwohl Japan allgemein als erdbebengefährdet gilt, war das Land trotz früherer Erfahrungen nicht auf dieses Ausmaß des Erdbebens, des Tsunamis und der radioaktiven Verseuchung vorbereitet.

„Die Analysen von Marsh zeigen, dass die Versicherer die Wordings der Policen bei jedem dieser Ereignisse ähnlich ausgelegt und angewendet haben. Dies ist beruhigend zu wissen und stärkt das Vertrauen der Unternehmen in den eigenen Versicherungsschutz bzw. seine Wirksamkeit bei zukünftigen Schäden“, sagt Dr. Georg Bräuchle, Mitglied der Zentralen Geschäftsleitung und Leiter Platzierung bei Marsh Deutschland. „Wer Schadenregulierungen im Namen seiner Kunden verhandelt, muss die Versicherer dazu bringen, Kunden als Kunden und nicht als Teil ihres Portfolios anzusehen. Es gibt einige Bedenken hinsichtlich der strategischen Portfolioauswirkungen, die mit den Entscheidungen der Versicherer einhergehen. Daher sind diese sehr vorsichtig, wenn es darum geht, Präzedenzfälle für andere Schäden aus demselben Erdbeben oder andere erdbebenbezogene Schäden zu schaffen.“

Die Erfahrung zeigt, dass auch die Unternehmen durch eine professionelle Vorbereitung die Regulierung der Schäden maßgeblich beschleunigen können. Marsh empfiehlt hierfür u. a.:

  • maßgeschneiderten Versicherungsschutz mit klaren Definitionen der versicherten Gefahren (z.B. Tsunami, Erdbeben, Überschwemmung, etc.) zu vereinbaren,
  • ausreichende Haftungsbegrenzungen durch die Modellierung des möglichen Höchstschadens zu ermitteln,
  • passende Selbstbehalte auch unter Berücksichtigung einer möglichen Kumulierung von Schäden an mehreren Standorte durch dasselbe Schadenereignis festzulegen,
  • Wechselwirkungsschäden (im Konzernverbund) und Rückwirkungsschäden (ausgelöst durch Sachschäden bei Zulieferern und Abnehmern) zu modellieren und abzusichern,
  • Notfallpläne und Ausweichmöglichkeiten vorzubereiten sowie Transparenz über Lieferketten und -netze zu schaffen.

 

„Insgesamt wird der versicherte Gesamtverlust der Erdbeben in Chile, Japan und Neuseeland derzeit auf rund 60 Mrd. US-Dollar geschätzt“, ergänzt Dr. Georg Bräuchle. „Unabhängig davon, wie wir diese Schäden bemessen, waren sie für die betroffenen Menschen und Unternehmen einfach verheerend. Da ist es gut zu sehen, dass die Versicherungsindustrie ihren Teil dazu geleistet hat, die Länder beim Wiederaufbau zu unterstützen.“

Über Marsh

Marsh ist der weltweit führende Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 35.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern mit innovativen Absicherungslösungen und Beratungsleistungen ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm tätig. 

Marsh ist Teil der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von fast 17 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 76.000 Mitarbeiter. Die vier Tochterunternehmen von MMC – Marsh, Guy Carpenter, Mercer und Oliver Wyman – unterstützen Kunden dabei, sich sicher in einem stetig dynamischer und komplexer werdenden Umfeld zu bewegen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice BRINK.