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Marsh Political Risk Map 2020: Verschärfte Handelskonflikte belasten die politische Stabilität

Frankfurt   |   Mittwoch, 04 März 2020

Die eskalierenden Handelskonflikte werden wohl auch 2020 fortbestehen und zu anhaltender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit für international tätige Unternehmen führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report von Marsh, dem weltweit führenden Industrieversicherungsmakler und Risikoberater.

Die Political Risk Map 2020, die vom Bereich Credit Specialties von Marsh erstellt wird, basiert auf Daten von Fitch Solutions, einem namhaften Anbieter unabhängiger Analysen politischer, makroökonomischer, finanzieller und branchentypischer Risiken.

Die Ergebnisse der diesjährigen Political Risk Map 2020 decken sich in weiten Teilen mit dem Global Risks Report 2020 des Weltwirtschaftsforums. Dieser war zu dem Ergebnis gekommen, dass wirtschaftspolitische Konflikte zwischen Großmächten zu den bedrohlichsten Risiken im Jahr 2020 gehören.

Die Political Risk Map 2020 beinhaltet unter anderem die folgenden Kernaussagen:

  • 2019 prägte der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung mit den damit verbundenen vielfältigen Einschnitten bei Multilateralismus und Freihandel das Bild. Dieser Trend dürfte sich 2020 noch verstärken, zumal im November die Präsidentschaftswahl in den USA ansteht.
  • Der weltweit zweitstärkste Einbruch des kurzfristigen politischen Risikoindex (STPRI) war – nach dem Sudan – in Hongkong zu beobachten, nachdem monatelange Proteste dort die Beziehungen zur Zentralregierung in Peking auf die Probe gestellt hatten.
  • Die politische Risikolandschaft in Europa wird nach dem Brexit vor allem durch die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen des Vereinigten Königreichs zu Europa bestimmt werden.
  • Auch die schwierigen Beziehungen zwischen den USA und Iran und die angespannte Lage zwischen Russland und dem Westen dürften uns 2020 weiter begleiten.
  • In mehreren lateinamerikanischen Ländern, darunter Kolumbien, Chile, Ecuador, Haiti, Bolivien und Argentinien, haben sich die STPRI-Werte verschlechtert, da der Balanceakt zwischen Wirtschaftsreformen und gesellschaftlicher Stabilität die dortigen Regierungen vor immer größere Schwierigkeiten stellt. Der STPRI-Wert für Brasilien ist gegenüber 2019 vor dem Hintergrund anhaltender investorenfreundlicher Wirtschaftsreformen hingegen gestiegen.
  • In Afrika sind die STPRI-Stände für Guinea, Mali und Südafrika momentan zwar noch unverändert gegenüber 2019, die anstehenden Wahlen in der Region könnten die politische Lage jedoch destabilisieren. Die afrikaweit stärkste Verbesserung des STPRI verzeichnet derweil Ruanda, wo anhaltendes Wirtschaftswachstum und ein stabiles Geschäftsumfeld das Bild prägen.

„Die diesjährige Political Risk Map lässt keinen Zweifel daran, dass geopolitisch und wirtschaftlich einige Herausforderungen auf uns zukommen. Für Unternehmen, die in der Lage sind, sich in diesem komplexen und dynamischen Risikoumfeld zurechtzufinden, ergibt sich jedoch auch so manches Geschäftssegment mit erheblichem Chancenpotenzial“, erklärte Tobias Federkeil, Leiter Politische Risiken bei Marsh Deutschland. „Eine detaillierte Analyse der für ein Geschäftsmodell bestehenden Gefahren in Kombination mit einer Versicherung gegen politische Risiken kann den Unternehmen dabei helfen, ihr Risiko im Griff zu behalten und die Wachstumschancen, die weltweite Handels- und Investitionstätigkeiten eröffnen, dennoch auszuschöpfen.“

Die Political Risk Map 2020 enthält Ratings für über 200 Länder und Gebiete, basierend auf der jeweils vorherrschenden kurz- und langfristigen politischen, wirtschaftlichen und operativen Stabilität, und liefert darüber hinaus eine Einschätzung, in welchen Regionen Risikoszenarien mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Mithilfe der interaktiven Karte können international tätige Unternehmen fundiertere Entscheidungen darüber treffen, wie sie ihre finanziellen Ressourcen einsetzen und die Risiken für ihr operatives Geschäft, ihr Anlagevermögen, ihre Investitionen und ihre internationalen Vertragsbeziehungen im kommenden Jahr managen.

Über Marsh

Marsh ist der weltweit führende Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 35.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern mit innovativen Absicherungslösungen und Beratungsleistungen ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm tätig. 

Marsh ist Teil der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von fast 17 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 76.000 Mitarbeiter. Die vier Tochterunternehmen von MMC – Marsh, Guy Carpenter, Mercer und Oliver Wyman – unterstützen Kunden dabei, sich sicher in einem stetig dynamischer und komplexer werdenden Umfeld zu bewegen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice BRINK.