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PRESSE

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken bereiten Unternehmen 2017 die größten Sorgen

Frankfurt   |   Mittwoch, 20 September 2017

Eine neue Studie des World Economic Forum (WEF) in Zusammenarbeit mit Marsh & McLennan Companies und der Zurich Insurance Group hat festgestellt, dass Unternehmen weltweit wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken als besonders akut empfinden. Der deutschen Wirtschaft bereiten Cyber-Risiken und Terroranschläge die größten Sorgen. Auf Platz drei rangiert das Thema der unfreiwilligen Migration – ein Thema, das im weltweiten Ranking nicht genannt wird. Hier werden an erster Stelle Arbeitslosigkeit, gefolgt von Finanzkrisen und die Unfähigkeit nationaler Regierungen, für Stabilität zu sorgen, als die wichtigsten Risiken für Unternehmen weltweit genannt.
 

Rang

Top Risiken 2017 Deutschland

1

Cyber-Attacken

2

Terroranschläge

3

Unfreiwillige Migration

4

Soziale Instabilität

5

Datenbetrug / Datendiebstahl

 

Die Erkenntnisse stammen aus der Executive Opinion Survey (EOS) des WEF, eine Umfrage, die Informationen zu unterschiedlichen sozioökonomischen Themen einer repräsentativen Auswahl an Wirtschaftsführern aus aller Welt zusammenträgt. Die aktuellen Ergebnisse basieren auf den Antworten von 12.411 Führungskräften aus 136 Ländern, die gebeten wurden, die fünf größten Geschäftsrisiken in ihren Ländern aus einer Liste von 29 Risiken zu benennen.

„Gegenüber den Ergebnissen des Vorjahres stehen bei den befragten deutschen Führungskräften große Cyber-Attacken an der Spitze der Liste. Sie treten an die Stelle des Risikos von Datenbetrug/Diebstahl, das jedoch weiterhin unter den Top 5-Risiken rangiert“, erklärt Oliver Dobner, Chief Commercial Officer von Marsh Deutschland. „Unternehmen müssen gründlich analysieren, wie sich diese Bedrohungen auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken können, und entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit ergreifen. Bei der Beurteilung sozialer und ökonomischer Risiken sollten ökologische und technologische Auswirkungen nicht unterschätzt werden.“

Risikoeinschätzung in Europa

Der Vergleich der Top 5-Risiken in europäischen Ländern zeigt, wie stark nationale Angelegenheiten den langfristigen Ausblick von Führungskräften auf die potenziell zu bewältigenden Risiken beeinflussen: Nicht zufällig gehören daher Terroranschläge zu den genannten Top 5-Risiken in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Türkei und der Schweiz. Die unfreiwillige Migration wird neben Deutschland auch in Italien, der Schweiz und der Türkei als ein relevantes Thema wahrgenommen. In Frankreich und Spanien ist vor allem hohe Arbeitslosigkeit (1. Platz) ein Thema, während für Polen und die Türkei zwischenstaatliche bzw. regionale Konflikte von großer Bedeutung sind (1. Platz).

„Während Wirtschaftswachstum und technologische Entwicklungen neue Chancen für Unternehmen und Länder eröffnen, haben geopolitische Risiken zu Unsicherheitsfaktoren geführt. Es stellt sich die Frage, wie angesichts der unsicheren Zeiten die Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann“, so Christoph Willi, Vorstand Commercial Insurance der Zurich Gruppe Deutschland. „Unternehmen sollten über klare Risikomanagement-Strategien verfügen und Optionen für rechtliche Strukturen und operative Entscheidungen entwickeln, die ungewissen politischen Entwicklungen Rechnung tragen.“

Weltweit größte Risiken

Die Antworten der Befragten lassen darauf schließen, dass sie wirtschaftliche, geopolitische, soziale und technologische Risiken innerhalb der nächsten zehn Jahre als wahrscheinlich größte Gefahren für ihre Unternehmen ansehen.

In den meisten Regionen nannten die für die Studie befragten Führungskräfte Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung und Finanzkrisen als die beiden größten Risiken. Führungskräfte in Nordamerika, Ostasien und dem pazifischen Raum fürchten dagegen insbesondere Risiken durch Cyber-Angriffe und Vermögenspreisblasen.

Infolge einer Zunahme der geopolitischen Risiken, die teilweise durch protektionistische Politik noch verstärkt werden, sind die Wirtschaftsführer in Europa, Südasien, Lateinamerika und Karibik sowie Afrika südlich der Sahara besonders besorgt im Hinblick auf ein mögliches Versagen nationaler Regierungen.

 

Rang

Top Risiken 2017 weltweit

1

Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung

2

Finanzkrisen

3

Versagen nationaler Regierungen

4

Energiepreisschock

5

Profunde soziale Instabilität

6

Versagen von Finanzmechanismen oder Finanzinstitutionen

7

Versagen wichtiger Infrastrukturen

8

Cyber-Angriffe

9

Zwischenstaatliche Konflikte

10

Terroranschläge

 

Weitere Informationen zur Studie

Die Ergebnisse der EOS, die zwischen Februar und Juni 2017 durchgeführt wurde, sind Teil des vielbeachteten Global Risks Report des WEF, der jedes Jahr in Zusammenarbeit mit den Partnern Marsh & McLennan Companies und der Zurich Insurance Group herausgebracht wird. Die vollständigen weltweiten Ergebnisse werden im Januar 2018 im Rahmen des neuen Global Risks Report veröffentlicht.

 

Zurich Insurance Group (Zurich) ist eine führende Mehrspartenversicherung, die Dienstleistungen für Kunden in globalen und lokalen Märkten erbringt. Mit rund 54‘000 Mitarbeitenden bietet Zurich eine umfassende Palette von Produkten und Dienstleistungen im Schaden- und Unfall- sowie im Lebensversicherungsbereich. Zu ihren Kunden gehören Einzelpersonen, kleine, mittlere und große Unternehmen sowie multinationale Konzerne in mehr als 210 Ländern und Gebieten. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz, wo sie 1872 gegründet wurde. Die Holdinggesellschaft, die Zurich Insurance Group AG (ZURN), ist an der SIX Swiss Exchange kotiert und verfügt über ein Level I American Depositary Receipt Programm (ZURVY), das außerbörslich an der OTCQX gehandelt wird .Weitere Informationen über Zurich sind verfügbar unter www.zurich.com.

Über Marsh

Marsh ist der weltweit führende Industrieversicherungsmakler und Risikoberater. Unsere rund 35.000 Mitarbeiter helfen mittelständischen Unternehmen und Konzernen aller Branchen in mehr als 130 Ländern mit innovativen Absicherungslösungen und Beratungsleistungen ihre Risiken erfolgreich zu managen. Für die Marsh GmbH sind in Deutschland über 700 Mitarbeiter an den Standorten Baden-Baden, Berlin, Detmold, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart und Ulm tätig. 

Marsh ist Teil der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), einem weltweit führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen Risiko, Strategie und Personal. Marsh & McLennan Companies hat einen Jahresumsatz von fast 17 Mrd. US-Dollar und beschäftigt rund 76.000 Mitarbeiter. Die vier Tochterunternehmen von MMC – Marsh, Guy Carpenter, Mercer und Oliver Wyman – unterstützen Kunden dabei, sich sicher in einem stetig dynamischer und komplexer werdenden Umfeld zu bewegen. Folgen Sie Marsh auf Twitter @MarshGlobal oder auf LinkedIn, Facebook und YouTube oder abonnieren Sie unseren Nachrichtenservice BRINK.